Rettungsdienst oder Krankentransport – wo liegt der Unterschied

Die Begriffe Rettungsdienst und Krankentransport, aber auch Krankenfahrt, werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig verwechselt. Nachfolgend eine kleine Begriffsklärung.

Rettungsdienst

Patientenraum eines Rettungswagens

Der Rettungsdienst wird immer dann tätig, wenn durch Unfall, Krankheit oder Gewalt Menschenleben in Gefahr oder schwere gesundheitliche Schäden zu befürchten sind oder intensivmedizinisch betreute Patienten in ein anderes Krankenhaus verlegt werden müssen. Er wird über die Feuer- und Rettungsleitstelle unter der Telefon-Nr. 112 alarmiert und fährt mit dem Rettungswagen (RTW) in der Regel mit Blaulicht und Martinshorn zur Einsatzstelle.

Das Personal besteht aus einem Rettungsassistenten als Transportführer und einem weiteren Rettungsassistenten oder Rettungssanitäter als Fahrer. Zusätzlich wird von der Leitstelle bei Bedarf direkt der Notarzt alarmiert oder von der RTW-Besatzung nachgefordert. Der Notarzt wird vom Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) oder vom Rettungshubschrauber zur Einsatzstelle gebracht und steigt dort in den RTW zu (Rendezevous-System).

Krankentransport

Ansicht eines Krankewagens

Dagegen haben die meisten Krankentransporte nichts mit Eile, also Blaulicht und Martinshorn zu tun. Sie sind Fahrten für Menschen, die medizinischer Betreuung bedürfen und aufgrund Ihres Zustandes keinen eigenen PKW, kein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen können – zum Beispiel, weil sie nur liegend transportiert werden können oder ständig überwacht werden müssen. Der Transport wird mit dem Krankenwagen (KTW) durchgeführt. Das Personal besteht aus einem Rettungssanitäter als Transportführer und einem weiteren Rettungssanitäter oder einem Rettungshelfer als Fahrer.